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Ob Praktikum, Reise oder Kindermädchen : Der Aufenthalt sollte gut geplant sein!
Nach der Schule ins Ausland! Diesen Gedanken hegen viele junge Leute, wenn sie den Abschluss endlich in der Tasche haben. Denn: Wer hat schon Lust, gleich weiter zu lernen? Bevor ihr aber ins Flugzeug steigt, solltet ihr bedenken, was ihr machen wollt. Job oder Praktikum, Freiwilligendienst, Au-pair, Work & Travel oder Sprachkurse – die Liste der Möglichkeiten ist lang. Eines sollte vorab klar sein: Auslandsaufenthalte kosten mehr, als sie in die Kasse bringen. Hier ein Überblick über verschiedene Programme
Jobs & Praktika
Wenn ihr im Ausland arbeiten wollt, solltet ihr euch erstmal überlegen, was der Anlass ist: Möchte ich ein Praktikum machen, Erfahrungen in einem bestimmten Beruf sammeln? Und: Ist die Arbeit fachlich relevant für ein späteres Studium oder eine Ausbildung, oder ist es egal, weil ihr nur mal das Land kennenlernen wollt?
Eine weitere wichtige Überlegung ist die Dauer des Aufenthalts! Je kürzer ihr Zeit habt, desto häufiger müsst ihr mit Absagen rechnen. Ein dreiwöchiges Praktikum in Indien ist nicht möglich: Ihr müsst den Kultur- und Klimaschock überwinden und solltet in der Firma auch mitmachen können, nicht nur alles gezeigt bekommen. Das geht in drei Wochen nicht.
Besser: Ihr nehmt euch ein halbes Jahr Zeit, zum Beispiel ein Überbrückungshalbjahr zum Studienbeginn oder ein Urlaubssemester, wenn ihr schon studiert. Zum Thema Geld solltet ihr Folgendes wissen: Die Praktika sind zum Teil unbezahlt oder schlecht bezahlt. Wer reich werden will, jobbt hier und wohnt bei Mama und Papa. Denn eine Wohnung muss im Ausland schließlich finanziert werden. Und: Wählt euren Dienstleister, der euch ein Praktikum vermittelt, gut aus. Denn auch da kann es teuer werden!
Kostenlos zum Beispiel arbeitet die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit. Sie bietet sechs eigene Programme an. Für Studenten geeignet ist der Deutsche Akademisch Austauschdienst (DAAD), der zu den Hochschulen gehört. Die Internetseite rausvonzuhaus.de bietet Interessierten konkrete Infos zu Ländern und zur Vermittlung. Gut gemacht ist hier „Dein Online-Auslandsberater“, der Wünsche abfragt und euch ausspuckt, was geeignet ist. Generell aber gilt: Ihr solltet über 18 Jahre alt sein.
Au-pair
Wollt ihr mitten ins Leben einer fremden Familie eintauchen? Dann ist das Au-pair-Programm was für euch. Ihr arbeitet eine gewisse Anzahl von Stunden in der Familie, besucht Sprachkurse und habt auch ein bisschen Freizeit. Doch je nachdem, in welches Land ihr wollt, gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Ein Tipp: Au-pairs, die zwölf Monate bleiben, sind schneller vermittelt als solche, die nur drei bis sechs Monate Zeit haben! Infos gibt es zum Beispiel bei diesen Agenturen: www.abroadconnection.de, www.activeabroad.de
Work & Travel
Ihr wollt euch im Ausland etwas Geld verdienen und dann das Land bereisen? Das ist Work & Travel zum Beispiel in Australien, Neuseeland und Kanada. Auf der Südhalbkugel ist die Arbeitslosenquote relativ niedrig, weshalb ihr gute Jobaussichten in der Gastronomie, im Tourismus, in der Landwirtschaft oder auch in der Industrie habt. In Kanada sind Hilfskräfte in Hotels oder in der Gastronomie gefragt. Wer sich für Work & Travel entscheidet, kann loslegen, wann immer er oder sie will. Alternativ bieten viele Vermittler auch das sogenannte Farmstay in Australien an – ihr arbeitet drei Monate in der Landwirtschaft und verdient genug Geld, um es anschließend beim Reisen auf den Kopf zu hauen. Infos bei www.activeabroad.de, www.aifs.de
Freiwilligendienst
FSJ, EFD, ADiA, Weltwärts - und wie sie nicht alle heißen. Gemeinsam ist ihre Mission: Ihr arbeitet im Ausland in Projekten mit – ehrenamtlich, doch meistens gibt’s ein Taschengeld. Was ihr sonst dafür bekommt? Lebenserfahrung, Wissen über andere Länder und Kulturen und neue Freunde. Grundsätzlich ist der Einsatz in allen Entwicklungsländern denkbar. Auf was ihr achten müsst und wie das Bewerbungsverfahren ist, erfahrt ihr unter www.weltwaerts.de
goe
Am 16. Februar 2012 ab 14 Uhr veranstaltet die Bundesagentur für Arbeit Nürnberg einen Infotag zu Studieren im Ausland.
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