|
Teil 7 unserer Serie "Familienbande": Ältere Brüder sollen besser sein als eine jüngere Ausgabe? Ich sage: Nie im Leben!
Viele Mädels träumen davon, einen großen Bruder zu haben. Einen großen Bruder, wie er im Buche steht. Der einen beschützt, der einen in seinem Sportwagen herumkutschiert, mit dem man abends weggehen kann...
Das ist ja alles schön und gut, aber mal ehrlich: Was will ich denn mit einem großen Bruder, wenn ich auch einen kleinen haben kann? Im Kindesalter ist ein kleiner Bruder ein pflegeleichter Spielkamerad. Wegen seiner enormen Strapazierfähigkeit macht er fast alles mit. Wer ihn mitspielen lässt, wird sofort mit einem zuckersüßen Lächeln belohnt.
Und das Beste ist, dass er überhaupt nicht an der Herrschaft über das Prinzessinnenschloss alias Kinderzimmer interessiert ist und fast immer brav zuhört, wenn man ihm erklärt, dass er den Barbies nicht die Köpfe abreißen darf. Und wenn man, so wie ich, einen groß gewachsenen kleinen Bruder hat, ist sogar die Beschützerrolle inklusive!
Wenn ich neben meinem Bruder Mats stehe, sieht es eher aus, als wäre ich die jüngere Schwester. Mittlerweile ist er sogar größer als unser Papa! Ich bin schon gespannt, wie lange es noch dauert, bis er sich ducken muss, um durch die Haustür zu passen.
Meine Freunde können es manchmal kaum glauben, dass dieser Riese von einem 14-Jährigen mein Bruder sein soll – so verschieden wie wir aussehen. Und das liegt nicht nur am Größenunterschied: Während ich so blass bin, als käme ich direkt vom Nordpol, erinnert er an einen sonnengeküssten Italiener.
Genauso geht es uns, wenn wir was zusammen unternehmen wollen: Es gibt fast nichts, das uns beiden Spaß macht. Mein Bruder treibt gerne Sport, wie Radfahren oder Ballspielen. Damit kann ich mich gar nicht anfreunden. Ich mag es viel lieber, einfach zu relaxen und mein Hirn mal abzuschalten. Aber eins lieben wir alle zwei: die Fußball-Bundesliga. Als zwei leidenschaftliche Club-Fans sehen wir uns natürlich auch jeden Samstagabend zusammen die „Sportschau“ an. Das ist einer der seltenen Fälle, in denen wir das Kriegsbeil im ewigen Kampf um die Fernbedienung begraben.
Situationen, in denen mich mein kleiner Bruder nervt, gibt es aber trotzdem. Wenn ich zum Beispiel mal wieder für eine knifflige Klausur büffeln muss und er im Nebenzimmer die neue Linkin-Park-CD voll aufdreht, würde ich seine Stereoanlage am liebsten auf den Mond schießen.
Aber auch laute Musik bringt meine Bruderliebe nicht zum Rosten: Ich möchte meinen Bruder um keine Fernbedienung der Welt hergeben. Man kann nämlich echt Spaß mit ihm haben. Weil wir auf dieselbe Schule gehen, können wir perfekt über unsere Lehrer lästern und den neusten Klatsch vom Pausenhof besprechen. So kennen wir immer sofort die aktuellsten Gerüchte, die an unserer Schule kursieren.
Barbies haben überlebt
Einen großen Beschützer-Bruder kann er mir auch super ersetzen: Zum Glück erklärt er sich immer bereit, den Ritter zu spielen und die Prinzessin auf der Erbse zu retten, wenn sich eine dicke fette Spinne in meinem Zimmer breit- gemacht hat.
Obwohl ich mittlerweile ein Prinzessinnenschloss und einen Spielkameraden nicht mehr so dringend brauche, bedaure ich es kein bisschen, einen kleinen Bruder zu haben. Selbst meine Barbies haben, wie durch ein Wunder, alle überlebt und auch mein Bruder ist durch meine Herrschaft als Kinderzimmer-Königin nicht zu Schaden gekommen.
Ich habe einfach den besten großen kleinen Bruder, den es gibt.
ASTRID PFEIFER
|
link:http://www.fussballtrikots2012....
link:http://www.fussballtrikots2012....
image:http://www.fussballschuh8.com/...
image:http://www.fussballschuh8.com/...
link:http://www.fussballschuh4.info/...