Das Mekka der virtuellen Welt heißt Köln PDF Drucken

Mit flottem Hüftschwung ein Level weiter: Auf der Gamescom 2011 in Köln können alle Besucher ihre Lieblingsspiele hautnah erleben. Wie das Mädchen kann der Spieler dabei auch selbst der Controler sein. Foto: dpaWarten, spielen, staunen: Zirndorfer Zocker pilgert schon zum vierten Mal zur Spielemesse Gamescom

Neues Spiel, neues Glück: Die Gamescom (GC) hat in Köln wieder ihre Pforten für Zocker geöffnet. Unter dem Motto „Celebrate the Games“ präsentiert sie dieses Jahr die neusten Highlights aus der Spielewelt. Mehr als 254000 Besucher werden erwartet. Mit dabei: der Zirndorfer Konstantin Edelthalhammer (20). Er fährt schon zum vierten Mal zur GC.

Die Gamescom ist das Mekka für Videospielfans aus der ganzen Welt. Mehr als 550 Aussteller aus 39 Ländern präsentieren ihre neuesten Entwicklungen. „Ich fahre jetzt schon das vierte Mal auf die GC“ erzählt Koni Edelthalhammer. „Meine Jungs und ich streunen durch die Hallen und kundschaften die verschiedenen Stände nach den coolsten Neuheiten aus.“

Auf 143000 Quadratmetern finden sich Austeller von Xbox, PS3 und Wii und Publisher wie Electronic Arts und Microsoft zusammen – das Paradies auf Erden für jeden eingefleischten Gamer. Manche Besucher kommen sogar verkleidet wie ihre virtuellen Helden.

„Das Beste an der GC ist natürlich, dass man alle Spiele vor Ort ausprobieren kann“, schwärmt Koni. Pro Stand stehen vier Stationen für je 15 Minuten Spielerlebnis zur Verfügung – Möglichkeit genug, um in jedes Spiel zumindest mal reinzuschnuppern.
Schlange stehen muss man allerdings einkalkulieren: Ein echter Fan nimmt aber auch drei Stunden Wartezeit vor der neuesten Ausgabe des Rollenspiels „Diablo 3“ oder der Ego-Shooter-Reihe „Call of Duty“ in Kauf.

alt„Spaß macht es auch, die vielen Giveaways bei den Ausstellern abzustauben. In den letzten Jahren sind wir immer mit prall gefüllten Tüten nach Hause gefahren – voll mit Kulis, T-Shirts und sogar Computermäusen“, erzählt Koni hingerissen.

Die Messe bietet für jedes Gamerherz das Passende: In insgesamt sieben verschiedenen Hallen werden Spiele für jede Altersgruppe vorgestellt. So können sich in der Familienhalle auch die Allerkleinsten mit ihren Eltern beim Daddeln austoben. Ja, auch einen Ego-Shooter-Sektor gibt es auf der Spielemesse – Zutritt nur für die ganz Großen, beliebt bei harten Jungs.

„Die Alterskontrollen der Security sind auf der GC besonders streng. Die Armbänder in verschiedenen Farben gewährleisten, dass jeder Jugendliche nur das sehen kann, was er laut Gesetz auch darf“, erklärt Stammgast Koni. So wird in Altersgruppen ab 12, ab 16 und ab 18 unterschieden, jeweils mit einem grünen, blauen oder roten Bändchen gekennzeichnet.

„Neben neuen Spielen finde ich vor allem die Leute auf der Gamescom faszinierend: Computernerds, die sich bei den Hostessen rumtreiben, Mädelscliquen, die kichernd vor den Wii-Konsolen auf und ab springen, Vater-Mutter-2-Kind-Familien – eine kunterbunte Mischung.“

Das Einzige, was den 20-Jährigen auf der Gamescom aus virtuellen Träumen reißt, ist das Essen: „Für den überteuerten Preis ein echter Fraß!“ Willkommen in der Wirklichkeit...

MARIA HEINRICH

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