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Der Fürther Lennart Kroha gehört beim Volleyball bereits mit 13 Jahren zu den Großen in Deutschland
Erfolgreich in der Halle und im Sand: Lennart Kroha gilt in der regionalen Volleyballwelt als eines der aussichtsreichsten Talente. Er räumte bereits zahlreiche Meistertitel in Bayern ab und geht sogar bei den Deutschen Meisterschaften an den Start. Seit Februar 2010 gehört der 1,85 Meter große Fürther zum landesweiten Auswahlkader. Beeindruckend für einen Jungen, der gerade einmal 13 Jahre alt ist.
Die Hallensaison im Volleyball ist gerade erst vorbei. Für Lennart Kroha und seine Mannschaft vom TV 1860 Fürth stand ein Turnier nach dem anderen auf dem Plan: von Mittelfränkischer, Bayerischer und Deutscher Meisterschaft bis hin zum Bayernpokal, dem höchsten landesweiten Jugendturnier im Hallenvolleyball.
Dort haben die Trainer den 13-Jährigen sogar zum „wertvollsten Spieler“ gewählt – eine Auszeichnung, bei der selbst Volleyballtalente aus Münchner Sportinternaten neidisch werden. Für Lenni, wie ihn seine Freunde nennen, ist das aber zweitrangig. Er bereitet sich schon wieder auf den nächsten Höhepunkt vor – die Meisterschaft im Beachvolleyball.
Wie jedes Jahr gehört zu den Trainingsvorbereitungen das Beachcamp in Bellaria/Italien. Selbst Markus Dieckmann, ehemaliger Deutscher Meister und Europameister, war von dem Fürther begeistert. Dieckmann ist aktuell Trainer von Julius Brink und Jonas Reckermann – den amtierenden Weltmeistern im Beachvolleyball. Er bot Lennart und ein paar anderen Talenten im Camp sogar eine extra Übungseinheit an.
Lenni trainiert daheim bereits zusammen mit seinem Partner Tino Zepeck im Sand. „Wir wollen an die Erfolge vom letzten Jahr anknüpfen“, meint der große Blondschopf. Damit meint er nicht weniger als Siege bei den Bayerischen Meisterschaften im Jahrgang U15 und bei den Mittelfränkischen Meisterschaften U17 und U18. Und besser geht es nicht: „Denn in unserer Altersklasse gibt es noch keine deutschlandweiten Wettkämpfe“, sagt er.
Die Erfolge kommen aber nicht von ungefähr: Vier Mal pro Woche trainiert Lennart – entweder in der Halle oder im Sand. Dazu kommen Lehrgänge an den Wochenenden, zahllose Spieltage und Turniere.
Um sich bei so wenig Freizeit immer wieder motivieren zu können, denkt der Auswahlspieler an seine Ziele. Denn schließlich will Lenni hoch hinaus: „Profisportler wäre schon klasse.“ Demnächst steht aber erst einmal die Sichtung für den Jugend-Nationalkader an, in den erst kürzlich sein älterer Bruder Felix berufen wurde. Und auch die Aufnahme in ein Sportinternat steht ganz oben auf Lennarts Liste. Bleibt da überhaupt noch Zeit für etwas anderes? „Natürlich treffe ich mich auch mit Freunden“, versichert Lenni. Er geht in die 7. Klasse des Helene-Lang-Gymnasiums in Fürth und auch die Schule leidet nicht unter seinem Hobby. „Unser Stoff ist noch nicht so schwer“, sagt er.
Seine Karriere startete dort, wo fast alle Jungs einmal angefangen haben: auf dem Fußballplatz. Erst vor vier Jahren kam das Ausnahmetalent zum Volleyball. „Das Spiel ist schneller und man hat zwischendurch mehr Pausen“, sagt er. Vor allem hätte ihn aber die Tatsache überzeugt, dass man viel öfter an den Ball kommt. Jeder kann beim Volleyball punkten. Nicht wie auf dem Rasen, wo nur ein Spieler ein Tor schießt.
„Beim Volleyball ist Angreifen eigentlich das Coolste“, schwärmt Lenni. Kein Wunder also, dass er mit Tino ein super Beachteam bildet: Sein Partner und zugleich bester Freund wurde beim Bayernpokal zum besten Abwehrspieler gewählt. Da kann man sich weiterer Siege im Sand fast schon sicher sein. Pokale und Medaillen gibt es dafür beim Volleyball aber eher selten. „Die meisten, die bei mir daheim rumstehen, sind noch vom Fußball“, sagt Lenni. Zumindest aber für die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler beim Bayernpokal gab es eine Urkunde.
KATHARINA TONTSCH
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