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Lara, Alexander und Frederic fahren für den RC 50 Erlangen Wettkampfrennen
Wenn kleine Räder ganz große Sprünge machen, dann ist das BMX. Denn hier wird nicht einfach auf flacher Strecke Rad gefahren, sondern über Rampen gehüpft und sich in steile Kurven gelegt. Andere würden schon am Start weiche Knie bekommen – Lara, Alexander und Frederic nicht.
Die drei verbringen ihre Freizeit am liebsten im Sieglitzhofer Wald bei Erlangen. Immer mit dabei haben sie ihre BMX-Räder. Denn im Wald liegt die Trainingsstrecke des RC 50 Erlangen, bei dem zwei Mal in der Woche Training angesagt ist.
Damit die Fahrer gleich zu Beginn eine hohe Geschwindigkeit erreichen, starten sie von einer fünf Meter hohen Rampe. Immer sechs Fahrer gehen gleichzeitig ins Rennen. Wenn die Ampel grün wird, fällt die Absperrung vor ihnen nach unten und sie können die Rampe hinunterflitzen. Gatterstart heißt das und ist am Anfang gar nicht so einfach.
Unten angekommen geht es dann erstmal ein Stück geradeaus. Und obwohl die Fahrer da schon fast so schnell wie ein Auto werden können, treten sie trotzdem noch wild in die Pedale, um möglichst schnell am ersten Berg zu sein, hinter dem noch zwei weitere lauern. Dann geht’s einmal um die Kurve und der Parcours führt in die andere Richtung weiter.
Gut gepolstert aufs Rad
Klar kann man bei solch wilden Verfolgungsjagden und Wendungen auch mal stürzen. Aber das ist meistens gar nicht so schlimm. Schließlich ist jeder Fahrer gut gepolstert: Für Ellenbogen und Knie gibt’s Schützer, für Oberkörper und Schultern einen Panzer, die Finger stecken in Handschuhen, und der Kopf wird samt Kinn und Nase von einem großen Helm geschützt. Nur die Augen dürfen rausgucken und das müssen sie auch. Schließlich muss ein echter BMX-Fahrer auch nach einem Sturz gleich wieder aufs Fahrrad steigen und weiterfahren.
Meistens klappt das auch, denn richtig schlimme Unfälle passieren eher selten, wie Lara, eines der wenigen Mädchen in der Truppe, verrät: „Unfälle passieren meistens, wenn man jemand anderen überholen will und ganz nah nebeneinander fährt. Wenn dann eine Kurve kommt, muss man halt schneller sein als der andere.“ Oder rechtzeitig bremsen. Auch das müssen die jungen Fahrer lernen.
Dass das manchmal gar nicht so einfach ist, hat Laras Bruder schon schmerzhaft festgestellt. Gleich bei seinem ersten Wettkampfrennen verletzte er sich so schwer, dass er lange nicht auf die Piste durfte. Angst hat er deshalb nicht: „Als ich wieder gesund war, hab ich gleich wieder trainiert. Beim nächsten Rennen hab ich dann einen Pokal gewonnen.“
Rennen zu fahren und wenn möglich sogar zu gewinnen, das ist wohl das Ziel aller Fahrer. Dafür ist BMX ein guter Sport, weil man gar nicht so lange trainieren muss, verrät Trainer Andy Endlein: „Wenn man regelmäßig kommt, ist man nach einem halben Jahr so gut, dass man Rennen fahren kann. Wenn noch ein Preis oder ein Sieg rausspringt, sind die Jugendlichen im Training natürlich doppelt motiviert.“
Wenn sich die BMX-Fahrer über ihre Erfolge freuen können, tröstet das vielleicht auch die Eltern, dass sich der Nachwuchs doch ein recht teures Hobby ausgesucht hat. Mindestens 400 Euro müssen sie nämlich für eine komplette Ausrüstung ausgeben. Allerdings gibt’s Rad und Schutzkleidung auch gebraucht. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob BMX das Richtige ist, der kann sich beim Erlanger Verein die Ausrüstung ausleihen und die Strecke einfach selbst testen.
PETRA SCHLIERF
Alle Infos zu Strecke und Trainingszeiten gibt’s unter www.rc50-erlangen.de/bmxHallride . Ein besonderes Schmankerl für alle BMX-Fans soll am 10. Dezember in der Pegnitzturnhalle in Fürth steigen: Hallride – Die lange BMX-Nacht! Von 19 bis 24 Uhr könnt ihr euch dort Tricks von Profis zeigen lassen, bei live DJing in der Halle fahren und natürlich viele andere Fahrer kennenlernen.
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