„Fahrradfahren in Nürnberg nervt!“ PDF Drucken

Jugendliche werden „laut!“ und diskutieren heute im TV mit dem Verkehrsplanungsleiter

Fahrradfahren ist gut für den Körper und schont die Umwelt. Doch wer in Nürnberg viel auf seinem Drahtesel unterwegs ist, kennt die Probleme: Fehlende Wege, zu wenig Abstellmöglichkeiten oder fahrradunfreundliche Ampelschaltungen. Die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr sind auch zu hoch. Also doch lieber ab ins Auto und die Luft verpesten? Nein, sagt eine Gruppe des BDKJ. Wir wollen umweltfreundlich an unser Ziel! Und genau das versuchten sie in einer TV-Politsendung dem Leiter des Nürnberger Verkehrsplanungsamtes zu verklickern.

Lukas Altmann (18) arbeitet in Nürnberg und verbringt viel Zeit auf seinem Radl. Immer wieder muss sich der Jugendliche ärgern: „Wieso hört der Fahrradweg in der Nähe der Deutschen Post in Langwasser plötzlich auf? Oder wieso ist am Hauptmarkt gar keiner vorhanden?“ Aufregen muss sich der 18-Jährige auch immer wieder über die Benachteiligung von Radfahrern und Fußgängern bei Ampelschaltungen: „Die sind oft zu kurz!“
Auch Katharina Otto (17) ist genervt. Sie versteht nicht, wieso die Preise für den öffentlichen Nahverkehr so hoch sind. Und sie rätselt, warum das Schülerticket immer teurer wird oder das Semesterticket für Studenten nicht auch in den Ferien gilt. „Denn auch dann muss man mal in die Uni, um vielleicht ein Buch abzuholen.“

Projektwoche brachte Idee

Katharina und Lukas gehören zu einer Jugendgruppe des BDJK (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), die sich bei der Projektwoche „WG auf Zeit“ im Nürnberger Jugendgästehaus der Falken mit Umweltschutz beschäftigen. „Und weil fünf Leute einen Parkplatz vor dem Haus brauchten, aber nur drei vorhanden waren“, erklärt Katharina. Um das Problem zu lösen, beschlossen sie, sich nur noch umweltfreundlich fortzubewegen. Doch auch da stellten die Jugendlichen schnell fest: Auch beim Fahrradfahren oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln tauchen Probleme auf: Es gibt beispielsweise zu wenig oder gar nicht abgesenkte Bordsteine für Radler, erklären die Jugendlichen. „Zudem haben wir in Nürnberg viel zu wenig Möglichkeiten, Fahrräder anzuketten“, nörgelt Lukas.

Nun kommen Ruth Olschinski und Klaus Lutz vom Medienzentrum Parabol ins Spiel. Sie bilden das laut!-TV-Team und wollen den BDKJ–Jugendlichen helfen, ihr Thema in die Öffentlichkeit zu bringen.
Schon in der WG-Woche hatte das TV-Team Jugendliche interviewt und Einspieler für die TV-Diskussion mit dem städtischen Verkehrsplanungsleiter Frank Jülich produziert. Wie sich Jülich in der Politsendung den Fragen und Anliegen der Jugendlichen – und dann auch symbolisch beim Boxkampf an der Spielkonsole schlägt, seht ihr heute Abend im TV!

SONJA FLEISCHMANN

Sendetermine auf Franken Fernsehen: heute um 21.30 Uhr; am 4. Dezember um 15, 17, 19.30 und 21.30 Uhr sowie am 5. Dezember um 15.30 Uhr. www.laut-nuernberg.de

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