| Jugendliche gestalten ihre Stadt |
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Überhöhte VAG-Preise, veraltete Schulbücher: Die Nürnberger Jugend nervt so einiges in ihrer Stadt. Das von der Stadt unterstützte Projekte „Laut!“ verschafft ihnen jetzt Gehör. „Jugendliche sind angeblich die Zukunft“, sagt Aynur, „aber wieso müssen wir dann aus Schulbüchern lernen, die älter sind als unsere Lehrer? Wo doch heute immer alles aktualisiert wird!“ 60 junge Menschen im großen Saal des Jugendhauses Luise klatschen Beifall.
Noch mal Applaus, als Aynur kritisiert, dass die Schüler in der Hummelsteiner Schule gezwungen sind, auch im Winter ihre Pause draußen im Schulhof zu verbringen. „Wer solche Probleme in der Schule anspricht, bekommt meistens nur Ärger“, findet der Neuntklässler, „aber heute haben wir gemerkt, dass es vielen so geht. Es musste nur einer den Anfang machen.“ Worte, die die Erwartungen von Nives Homec bestätigen. Sie gehört zu den Veranstaltern der ersten „Laut! vor Ort-Jugendversammlung“ — ein gemeinsames Projekt des Nürnberger Jugendamtes, des Kreisjugendrings und dem Medienzentrum Parabol. Es soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Stadt mitzugestalten.
Die sollen bei „Laut!“ nicht nur gehört, sondern wenn möglich, in die Tat umgesetzt zu werden. Deshalb nahm Stadträtin Claudia Arabackyi, die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, die Vorschläge persönlich entgegen und versprach, sich damit zu beschäftigen. KEVIN GUDD
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