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Keine Angst vor gar nichts
Obwohl Weihachten schon hinter uns liegt, funktioniert das zweite Album von Girls trotzdem wie ein Überraschungsei-Adventskalender. Hinter jedem Song verbirgt sich eine andere überraschende Stilfacette und ein weiteres unterhaltsames Songzitat.
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Wenn junge Hunde und alte Hasen aufeinander treffen
Dylan Baldi aus Cleveland ist noch blutjung. Trotzdem hat er mit seiner Kapelle Cloud Nothings schon drei Alben veröffentlicht. „Attack On Memory“ ist dabei sein bisher spannendstes.
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Frischer Wind für die Mucki-Bude
Tut das gut! Wann hat eine neue deutsche Band zuletzt so viel frischen Wind in die Mucki-Bude gebracht? Kraftklub aus Chemnitz sind mit ihrer Mischung aus Indie-Rock und deutschem Sprechgesang jetzt schon die Entdeckung des Jahres. Mit Ideen, von der Sorte, die man selbst gerne hätte, spielen sie mit dem Loser-Image aus dem Osten zu kommen und malen dabei das Portrait einer Generation zwischen Über-Ironisierung und schonungslosem Realismus.
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Pop vom anderen Ende der Welt
Vom Himmel gefallen ist Wally de Backer alias Gotye wahrlich nicht, schließlich macht er schon lange Musik, hat bereits im Jahr 2003 sein erstes Album „Boardface“ veröffentlicht und in seiner australischen Heimat etliche Preise abgeräumt. Trotzdem war der ungewöhnliche Pop-Entwurf des 31-Jährigen hierzulande nicht mal Fachleuten bekannt. Bis das ausgefallene Stop-Motion-Video zu „Somebody That I Used To Know“ bei YouTube auftauchte, für Begeisterungsstürme sorgte und bis heute rund 26 Millionen Klicks angesammelt hat.
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Großes Potenzial in mundgerechten Happen
Eingängig, aber nicht zu platt. Diesen Spagat kriegen nur wenige Popbands hin. Wrongkong beherrschen diesen Spagat, auch wenn sie selbst mit dem Begriff „Popband“ wenig anfangen können. „Radiohits For Idiots“ heißt eine der Nummern auf dem neuen Album der fränkisch-kanadische Gruppe. Ein freundlicher Gruß an alle, die sich täglich dem musikalischen Junkfood aussetzen, vielleicht aber auch ein ironisches Spiel mit der ewigen Glaubensfrage, ob eine Band nun Ausverkauf betreibt, sobald sie ihre Songs im Radio spielen lässt.
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Der Norwegerpulli unter den Weihnachtsalben
Zwar ist alle Jahre wieder Weihnachten, aber gute Musik zum Fest ist rar gesät. Endlich gibt es unerwartete Gesellschaft für Phil Spectors Weihnachtsklassiker „A Christmas Gift For You“. Tim Wheeler, Sänger der nordirischen Indie-Rocker Ash, die in der Britpop-Ära mit Hits wie „Girl From Mars“, „Oh Yeah“ oder „Shining Light“ von sich reden machten, und die Indie-Folk-Sängerin Emmy The Great haben ihre frische Liebe in ein formidables Weihnachtsalbum gegossen.
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Von der Indie-Prinzessin zur Mainstream-Königin
Kennern der Szene ist Leslie Feist schon länger ein Begriff. Die 35-Jährige hatte sich durch die Zusammenarbeit mit dem kanadischen Musiker-Kollektiv Broken Social Scene bereits seit Anfang der 2000er einen Namen unter den Indie-Künstlern gemacht. Der erste Schritt in eine breitere Öffentlichkeit gelang ihr 2007, als Apple sich das Stück „1234" vom Album „The Reminder" für die Untermalung seines iPod-Werbespots schnappte und plötzlich jeder dieses Lied haben wollte.
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Coldplay überladen ihr Album Mylo Xyloto mit Pathos
Beim Festival Rock im Park in Nürnberg feierten Coldplay, die britischen Meister des Bombast-Pop, in diesem Jahr die Weltpremiere ihrer neuen Songs, seit ein paar Wochen gibt es diese mit dem Album Mylo Xyloto auch als Tonträger.
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Musikalischer Horror-Trip in Zeitlupe
Von Kult-Regisseur David Lynch („Lost Highway“, „Mulholland Drive“, „Twin Peaks“) erwartet man auch als Musiker nicht weniger als ein beklemmendes, verstörendes Werk. Und das bekommt man mit „Crazy Clown Time“ (PIAS/Sunday Best) denn auch.
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Thrashmetal-Hardcore für die stade Zeit
Kurz vor der besinnlichen und „staden“ Zeit, gibt’s für alle abgehärteten Abhördienst-Fans noch mal richtig was auf die Ohren. „Five Finger Death Punch“ (FFDP) legen mit „American Capitalist“ ihren mittlerweile dritten Longplayer vor. Und die Thrashmetal-Hardcore-Musiker bleiben ihrer harten Linie treu.
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Die Jet-Set-Swingeria
Multiboy – die Band von Zündfunkmoderator Ralf Summer aus München hat ein großartiges Album zusammengestellt. „Dance Like No One´s Looking“ erscheint beim feinen Münchner Label Echokammer von Albert Pöschl. Die Bandmitglieder aber sind über die ganze Welt verstreut. Von Erman Aykurt weiß ich, dass er Designer bei Adidas war und nun bei Converse irgendwo auf der Welt ist. Er hat also sicher einen ästhetischen Anspruch an seine Musik.
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Formschöner Sprung in der Art-Pop-Schüssel
Eigentlich hat Florence Welch großes Nerv-Potenzial. Wenn sich die britische Sängern, die als „Florence + the Machine“ weltweit die Charts gestürmt hat, zur großen Pop-Sirene mit schrillem Organ und esoterischem Gehabe aufschwingt, könnte schlimmster New-Age-Wahnsinn drohen. Und tatsächlich haut das bezeichnenderweise „Ceremonials“ (Island/Universal) betitelte zweite Album von Welch den Hörer um. Aber eben vor Begeisterung.
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Wie Lambada, nur cooler
„Das erinnert mich an Lambada mit Sprechgesang“, schreibt mir ein Freund auf Facebook, als ich ihm von dem Musikstil Cumbia vorschwärme. Ich muss lachen. Dieser Vergleich ist ungefähr so dreist wie wenn jemand behaupten würde, Franken und Bayern wäre dasselbe.
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Gute Entfaltung will Weile haben
Zugegeben machen es einem The Horrors nicht leicht, das bisher eingeheimste immense Kritikerlob sofort nachvollziehen zu können. So braucht es mindestens ein halbes Dutzend Hördurchgänge um in „Skying“ reinzukommen. Doch ist der „Klickpunkt“ erst Mal überschritten, wird man bei jedem weiteren Hördurchgang aufs Neue belohnt. |
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Ein bildhübsches neues Elektro-Pop-Mädel bringt uns zum Tanzen
Seit einigen Jahren beglückt uns immer wieder ein neues Elektro-Pop-Mädel mit einem hörenswerten Debütalbum. Nach Little Boots, La Roux und Ellie Goulding ist dies 2011 nun die bildhübsche Dänin Nanna Øland Fabricius, deren Künstlername Oh Land übrigens eine Anspielung auf ihren Zweitnamen ist.
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Blink-182 sind älter geworden, bleiben sich im Gegensatz zu Green Day aber treu
Wenn eine Band jemals so zerstritten war, wie Blink-182, dann kann sie eigentlich nie mehr eine gute Platte aufnehmen. Oder etwa doch? Im Falle der ehemals beliebten Pop-Punker ist immerhin eine ordentliche Reunion-Scheibe herauskommen. Dabei ist „Neighborhoods“ zwar frei von jeglichen Überraschungen, im Gegensatz zu den Kollegen von Green Day bleibt sich das US-Trio aber immerhin treu.
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