| Friendly Fires – Pala |
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Does It Offend You, Yeah? und The Wombats haben es vorgemacht. Und nun versucht mit Friendly Fires die dritte junge britische Band, ihrem durchschlagenden Debütalbum einen Nachfolger hinterherzuschieben, mit dem sie auch weiterhin relevant bleiben will. Immerhin gelingt dies den Friendly Fires etwas besser als der Konkurrenz. Insgesamt vermag aber auch dieses UK-Trio nicht, dem übertriebenen Disco-Virus zu entkommen, welcher derzeit unter den Indie-Bands auf der Insel grassiert. War ihr selbstbetiteltes Erstlingswerk noch eine inbrünstige Dance-Punk-Scheibe, so ist „Pala“ ein äußerst Pop-dominiertes Album. Die drei haben den Rock aus ihren Songs gestrichen und schleppen den Hörer stattdessen durch die 80er-Disco. Das funktioniert bei einigen Hits wie „Blue Cassette“, „Hawaiian Air“ und „Hurting“ tadellos. Ein bisschen weniger entspannte Klänge und etwas mehr Tempo hätte diesem Album aber durchaus gut getan. Denn wo früher die Stakkato-Gitarren und Indie-Elemente angenehme kleine Ecken und Kanten ins Spiel brachten, bügelt diesmal der Elektro-Pop vieles zu glatt. Hatten die alten Gassenhauer wie „Jump In The Pool“ oder „Paris“ noch den unbedingten Drang nach wildem Abzappeln auf einer Party, tauchen diesmal einfach zu oft zahme R 'n' B-Beats auf, die wohl auch auf das Konto des derzeit sehr angesagten englischen Produzenten Brian Epworth (u.a. Adele, Cee Lo Green, Plan B) gehen. Der Name der Platte geht übrigens auf den Handlungsort von Aldous Huxleys letztem Roman „Island“ zurück. Darin erzählt dieser die Geschichte eines schiffbrüchigen Journalisten auf der fiktiven Insel Pala, auf welcher er in einer utopischen Gesellschaft lebt. Fazit: Auch wenn sich die Enttäuschung noch in Grenzen hält, kann auch die nächste hoch gehandelte englische Band auf ihrem zweiten Album einfach nicht halten, was das verheißungsvolle Debüt noch versprach! Unsere Bewertung:
MARKUS W. ERLWEIN
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Musik 

Auch hier schlägt die Disco-Zähmung des britischen Indie-Rocks voll zu
