| The Kooks: Junk Of The Heart |
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Im Jahr 2006 waren die Kooks das, was man „state of the art“ nennt. Mit ihrem Album „Inside In / Inside Out“ lieferten sie begeisternd-ungestüme Hymnen wie „She Moves In Her Own Way“ oder „Naive“, stürmten in die Herzen der Indie-Mädchen und beeinflussten den Klamottenkauf der Indie-Mädchen-Verehrer. Gerade mal 20 Jährchen unter den wilden Löckchen, hatten sie eine glorreiche Zukunft vor sich.
Dann kam das durchwachsene Machwerk „Konk“ und jetzt – nun ja, fast gar nichts mehr. Mit „Junk Of The Heart“ (Virgin/EMI) hat der Vierer aus Brigthon endgültig seine scheinbar so leidenschaftliche Seele an den Pop verkauft. Spannung, Überraschungen, Ecken, Kanten – nichts davon ist auf diesem weichgespültem Album mehr zu entdecken. Die Sturm-und-Drang-Zeit scheint endgültig vorbei zu sein. Der Titel-Song zeigt mit den Zeilen „I wanna make you happy, I wanna make you feel alive“ gleich zu Beginn, welches Niveau zu erwarten ist. Die Indie-Ikonen sind zu Schlagerbarden mutiert. Zum Bügeln mögen diese träge im Hintergrund vor sich hin plätschernden Liedchen noch taugen, zu viel mehr allerdings nicht mehr. Selbst die Höhepunkte wie „Taking Pictures Of You“ oder „Rosie“ sind nur harmloses Tralala. Das mag jetzt alles ein bisschen streng klingen, doch wer die Maßstäbe so hoch gesetzt hat, muss sich eben später daran messen lassen. So machen sich die Kooks ganz schnell selbst überflüssig.
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Musik 

Von Indie-Ikonen zu Schlagerbarden
