El Hijo de la Cumbia - Freestyle de Ritmos PDF Drucken

So sieht das Cover des Albums aus. Foto: PRWie Lambada, nur cooler

„Das erinnert mich an Lambada mit Sprechgesang“, schreibt mir ein Freund auf Facebook, als ich ihm von dem Musikstil Cumbia vorschwärme. Ich muss lachen. Dieser Vergleich ist ungefähr so dreist wie wenn jemand behaupten würde, Franken und Bayern wäre dasselbe.

 Cumbia, das ist der Soundtrack zu südamerikanischen Nächten. Die Texte gehen über Small Talk und Anfeuerungsrufe nicht hinaus. Was soll schon das Gelaber? Es geht nicht ums Zuhören, sondern um Bewegung - und die Sänger sind die Aerobic-Lehrer. Vor meinem geistigen Auge zucken Typen wie der Fußballer Robinho (derzeit AC Mailand) in Muskelshirt und Turnschuhen im Takt des gebrochenen Rhythmus´.

Womit wir schon beim Thema wären: Die „nueva Cumbia“ ist die discoide Weiterentwicklung dieser Folklore, Gitarren geraten ins Stocken, die Beats stottern, es klingt nach jamaikanischem Dancehall – und doch nicht. Emiliano Gomez heißt der Typ, der momentan für den heißesten Scheiß in der „nueva Cumbia“ verantwortlich ist. Zu seinem Portfolio zählen Arbeiten für das Gotan Project, für das er schon den traditionellen Tango zerhackstückelte, eine Hip-Hop-Band hat er auch schon produziert.

Von Buenos Aires aus lässt der Argentinier mit seinen Produktionen regelmäßig DJ-Hände feucht werden, weil er auf psychedelische Forschungsreise geht zwischen Dubstep und House, zwischen Dancehall und Hip-Hop. Nur Lambada gehört eigentlich nicht zu seinem Repertoire.

Martin Schano

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