| Kraftklub – Mit K |
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Tut das gut! Wann hat eine neue deutsche Band zuletzt so viel frischen Wind in die Mucki-Bude gebracht? Kraftklub aus Chemnitz sind mit ihrer Mischung aus Indie-Rock und deutschem Sprechgesang jetzt schon die Entdeckung des Jahres. Mit Ideen, von der Sorte, die man selbst gerne hätte, spielen sie mit dem Loser-Image aus dem Osten zu kommen und malen dabei das Portrait einer Generation zwischen Über-Ironisierung und schonungslosem Realismus. Musikalisch ist das natürlich nichts Neues, was uns die fünf Sachsen da um die Ohren hauen. Gut ist es aber trotzdem, da es sich größtenteils wie die mitreißende erste Platte von Franz Ferdinand anhört. Dazu garnieren sie die zackigen Stakkato-Post-Punk-Gitarren mit so geschliffen-scharfen deutschen Texten, dass es eben dann doch wieder neu klingt und auch noch unglaublich viel Spaß macht. Obwohl sich „Mit K" nicht anbiedert, rutscht man wunderbar schnell und mit großer Wonne in dieses energieversprühende Debütalbum hinein, spricht es einem doch in fast jedem Song mitten aus dem Herzen. Die Texte sind so gut, dass man danach gar nicht mehr aufhören will, seinen Freunden die besten Zitate zu erzählen. Absolut hörenswert sind aber nicht nur die schon länger bekannten Hits „Zu jung" und „Ich will nicht nach Berlin". Nicht mal die Quoten-Ballade „Kein Liebeslied" zeigt Schwächen, behandelt sie doch die ureigenen Problemen einer derartigen Komposition und schafft es, durchs Nichternstnehmen tatsächlich ernst herüber zu kommen. Fazit: Wer es schafft, mitreißende Musik mit derart cleveren deutschen Texten zu kombinieren, hat den Erfolg absolut verdient. Kaufen! MARKUS W. ERLWEIN
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Musik 

Frischer Wind für die Mucki-Bude
