| Hornbrillen sind ihr Erkennungszeichen |
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Man nehme einen Quantenphysiker, einen Revisor, einen Lehrer und einen Kamera-Assistenten – schon hat man Gott & die Welt beisammen. Willkommen bei Frankens frechster Punkband! Los ging alles am Gymnasium Hilpoltstein – mit viel fröhlichem Lärm. „Eigentlich haben wir schon immer gemeinsam Krach gemacht“, blickt Norman auf die Anfangstage des Quartetts zurück. Mit Gitarrist Oliver und Schlagzeuger Stefan ging der Sänger in eine Klasse, die drei teilten ihre Begeisterung für Punkrock, Comics und Horrorfilme. Ernst wurde es, als Bassist Ronald dazustieß. Die Bandgründung 1998 war dann nur noch Formsache. Auch wenn Spontaneität von Anfang an Trumpf war und die vier Freunde bereits eine Woche nach dem offiziellen Start ihr erstes Konzert spielten, so gab es bei Gott Dieser Mix ist geblieben. Bis heute mischen G&DW pfeilschnelles US-Hardcore-Geboller mit dem kaputten Anti-Helden-Charme der frühen Hamburger Schule. Kaum eine Nummer kratzt an der Drei-Minuten-Grenze, dafür ist manch ein Lied schon nach 20 Sekunden vorbei. Zu den scheppernden, rotzfrech runtergezockten LowFi-PopPunk-Hymnen gibt es originelle Texte. Doch auch wenn Titel wie „Herr Dr. Viehmann will es ganz genau wissen“ oder „Ihr Leute von der SMV seht euer Pappherz nie wieder“ nach Funpunk klingen – gegen diese Schublade haben sich die Musiker immer gewehrt. „Wir machen keine Lieder übers Saufen“, sagt Ronald, der alle Texte schreibt. „Unsere Geschichten haben immer etwas mit meinem Leben zu tun.“ Nerdpunk haben Gott Neu ist die Internet-EP „Ich bin ein Atommutant“. Ambitionen, groß rauszukommen, hat keiner. Musik war und ist ein Hobby, ein Freundschaftsding – genauso wie die hauseigene Plattenfirma Damenklo Records, über die die Platten veröffentlicht werden. Irgendwelche Ziele für die Zukunft? Norman und Ronald schütteln die Köpfe. „Ziele sind Gift für eine Band. Was unsere Karriere angeht, sind wir schlampig. Deshalb gibt es uns immer noch.“ Einen Vorsatz hat Texter Ronald dann aber doch fürs neue Jahr: Künftig weniger Lieder zu schreiben, in denen es darum geht, dass Mädchen nicht auf ihn stehen. Altes Nerd-Problem halt – manche Dinge ändern sich nie. Wobei: Zwei Musiker haben ihren Beziehungsstatus inzwischen auf „Freundin“ upgegradet. Spätestens hier wirken der Sänger und der Bassist dann doch etwas nachdenklich: „Kann man noch guten Gewissens von Nerdpunk reden, wenn die Hälfte der Band liiert ist?“ STEFAN GNAD Die neue Online-EP könnt ihr euch kostenlos auf http://nerdpunk.bandcamp.com/album/ich-bin-ein-atommutant anhören.
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