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Hemd aus dem Schrank, rein ins Getummel
Wollt ihr der dunklen Zeit trotzen und Party machen, wisst aber nicht, wohin? Unsere jungen Mitarbeiter haben Bars, Clubs und Discotheken getestet. Ihre Meinung gibt’s hier. Heute: das 360 Grad.
War es vor zwei Jahren noch ein absoluter Geheimtipp, zählt das 360 Grad mittlerweile zu den Top-Adressen des Nürnberger Nachtlebens. High Heels werden ausgepackt, das Hemd wird gebügelt und ab 22 Uhr in der Edeldisco in der Adlerstraße zur Schau gestellt. Für Fans des internationalen Clubsounds wirklich empfehlenswert – nur die Turnschuhe sollten daheim bleiben. Die Besitzer des 360 Grads verfolgen zwar keine konkrete Türpolitik, „auf ein gepflegtes und stylisches Erscheinungsbild“ wird trotzdem geachtet, wie es die Tanzstätte auf ihrer Homepage angibt. Also, hübsch machen ist angesagt!
Der Adlerstraßen-Club ist zwar kleiner als Mach1 und andere Discos – das macht die Atmosphäre aber um einiges persönlicher. Außerdem verbieten die Besitzer Party-Fotografen, die Freude daran haben, einen verschwitzt und mit hochrotem Kopf abzulichten und das Bild am nächsten Tag im Internet zu veröffentlichen. Für mich ein absolutes Wohlfühl-Plus!
Was ebenfalls für den Club spricht, findet sich im Detail: Das 360 Grad lebt sein Konzept: Das Markenzeichen ist ein Kreis, die Hausnummer lautet 36 und das Innere ist symmetrisch angeordnet.
Im Mittelpunkt steht das DJ Pult, an dem dreimal die Woche echte Musikkenner auflegen. Samstag drehen die Stamm-DJs die Platten und sorgen mit House, Electro und Urban Clubsound für Stimmung. Freitags wechselt das Motto und damit auch die Farbe des Clubs. „Stylectric“ (rosa), „Zucker“ (gelb) und „Electroplosiv“ (grün) finden regelmäßig statt, hinzu kommt meist eine neue Veranstaltung.
Besonderes Schmankerl aus Sicht vieler Studenten und derjenigen, die auch einmal unter der Woche abtanzen wollen, ist der Mittwoch. Bislang in Nürnberg eher als öder Tiefpunkt der Wochenmitte bekannt, treffen sich die Franken nun im 360 Grad. Bei „90° Steil“ sehen Langweiler Rot, schließlich heißt es hier feiern für nur fünf Euro Eintritt. Mit Glück staubt man beim Rausgehen an der Garderobe eine Freikarte fürs Wochenende ab.
Einziger Nachteil ist das fehlende Kleingeld. Die Preise haben sich gewaschen und sind mit denen in anderen Szene-Clubs vergleichbar. Stammgast im „360 Grad“ zu sein, ist für den studentischen Geldbeutel also nicht drin.
KATHARINA TONTSCH (21)
www.club-360.de
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