So kommt ihr im Praktikum gut an PDF Drucken

altWer richtig telefoniert und sich gekonnt vorstellt, hat es leichter

 Ohne Kommunikation kommt man im Leben nicht sehr weit. Und umgekehrt kann man mit gelungener Kommunikation viel erreichen. Doch wie funktioniert das eigentlich? Das haben Schüler der Nürnberger Berufsfachschule für Sozialpflege bei einem besonderen Projekttag herausgefunden.

Ihr habt ein Vorstellungsgespräch bei einer Praktikumseinrichtung und leider keine Ahnung, wie man sich dabei nicht völlig blamiert? Mit ein wenig Übung kann das jeder lernen, meinen die Lehrer Claudia Somloi, Ruth Bühler-Schuchmann und Maximilian Held. Deshalb haben sie sich für ihre Schüler Lernstationen zum „Abenteuer Kommunikation“ ausgedacht.

Patricia (15), Abdullah (18), Aleksandra (17) und Betül (16) sitzen sich gegenüber und überlegen, was sie bei einem Vorstellungsgespräch wohl beachten sollten. „Auf jeden Fall muss das Handy ausgeschaltet sein“, sagt Betul. „Man sollte sich richtig ausdrücken“, findet Patricia. „Und den anderen unbedingt ausreden lassen“, meint Abdullah. Ihre Ideen für Gesprächsregeln schreiben die Schüler nun auf ein Arbeitsblatt. Sie sollen nämlich herausfinden, welche Regeln für gelungene Kommunikation – also die Verständigung untereinander – ihrer Meinung nach wichtig sind.

Gruß kann entspannen

Danach geht es zur nächsten Station: der Gruß! Der psychologische Sinn des Grüßens liegt im Aggressionsabbau, erklären die Lehrer. Der Gruß signalisiert: Ich bin ein Freund, ich will niemandem etwas antun. Er hat eine beschwichtigende Funktion und kann eine Situation entspannen. Doch wer grüßt wen zuerst? Traditionell sollte immer der Rangniedrigere den Ranghöheren grüßen. Also der Schüler den Lehrer, der Angestellte den Chef und jüngere Menschen die älteren.

Grüßen sollte man immer, wenn man einen Raum betritt. So kann der „Eindringling“ eine bessere Atmosphäre schaffen. Und wer gibt wem die Hand zuerst? Die Hand reicht der Ranghöhere, also der Lehrer dem Schüler...
Beim idealen Händedruck wird die rechte Hand vorgestreckt, der Daumen zeigt nach oben und das Handgelenk sollte locker sein. Schwitzen oder zittern kommt übrigens nicht so gut an. Wenn sich dann die andere Hand nähert und die Daumen einander berühren, drückt man die Hand kräftig zusammen. Aber nicht zu fest und nicht zu lasch, warnen die Lehrer. Schaut dem anderen dabei auch in die Augen!

Visitenkarte Stimme

Wer sich bei einer Praktikumsstelle zunächst telefonisch melden soll, sollte das Telefonat auch gut vorbereiten. Sucht euch, mit genügend Informationen über den Betrieb ausgestattet, noch die richtige Telefonnummer, notiert diese und den Namen der Person, mit der ihr sprechen wollt. Auch euer Anliegen und Stichpunkte zum Gesprächsverlauf sollten notiert sein. Dann überlegt euch noch einen guten Zeitpunkt für euren Anruf und sorgt dafür, dass ihr dabei nicht gestört werdet.

Während des Telefonats stellt ihr euch nach dem Gruß mit eurem Namen vor und sprecht euren Gesprächspartner ebenfalls mit Namen an. Nun tragt ihr euer Anliegen vor. Wenn ihr dabei lächelt, kommt das besser an. Denn auch wenn euer Gesprächspartner das nicht sehen kann: Er kann es hören!

Wichtig ist auch, dass ihr verständlich und nicht zu leise redet. Absolut unhöflich und unaufmerksam wirkt es, wenn ihr bei einem Telefongespräch kaut, raucht, schlürft oder auf eurer Computertastatur herumtippt.
Vergesst nicht, eure Stimme am Telefon ist wie eine Visitenkarte, die ihr jemandem überreicht – also ein Eindruck, der bei eurem Gesprächspartner verbleibt. Notiert euch im Gespräch das Wichtigste und wiederholt es am Ende noch einmal. Am Ende bedankt ihr euch und verabschiedet euch freundlich. Nun nur noch notieren, was ihr zu tun habt und die Gesprächsregeln vorbereiten!

 

SONJA FLEISCHMANN

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