| Samy Deluxe kommt nach Nürnberg |
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Aber warum gerade diese Schulen? „Unsere Schulen liegen in einem Wohngebiet mit einem hohen Anteil arbeitsloser Mitbürger. Ein Großteil der Schüler hat einen Migrationshintergrund. In der Konrad-Groß-Schule sind Stütz- und Förderklassen der Moor-Schule untergebracht. Trotz vorbeugender Maßnahmen kommt es aber immer wieder zu gewalttätigen Konflikten zwischen den Schülern der beiden Schularten.“ So liest es sich in der Bewerbung. Und genau diese Situation ist ein Fall für Crossover@school, das Projekt von Samy Deluxe, der Brücken zwischen den Schülern schlagen will. Ein gemeinsamer Workshop soll mehr Mit- statt Gegeneinander schaffen. Dass dies klappen kann, beweisen die Projekte in anderen deutschen Städten. Vom 14. bis 16. Februar kommt der Rapper mit seinen Coaches nach Nürnberg. Das Ziel ist eine Bühnenshow mit vielfältigen Elementen. Da gibt es zum Beispiel einen Rap-Workshop, in dem Samy mit den Schülern textet. Andere schreiben ein eigenes Lied, lernen Breakdance oder Basketball-Tricks. Graffiti und Film Im Graffiti-Kurs dürfen die Siebt- und Neuntklässler zur Spraydose greifen und Elemente für das Bühnenbild gestalten. Dokumentiert wird das Ganze von einer Videogruppe, die die ganze Zeit mit Kameras unterwegs ist – und die einmaligen Erinnerungen auf Speicherchips bannt. Wer hat schon die Gelegenheit mit einem berühmten Rapper wie Samy Deluxe zusammenzuarbeiten? Als die Schüler von ihrem Gewinn erfuhren, waren alle aus dem Häuschen. „Wir haben den Schülern ein Video von Deluxe auf einer Leinwand gezeigt. Natürlich kannten sie ihn alle und jubelten“, erzählt Thomas Lechner, Schulleiter der Paul-Moor-Schule. In der Konrad-Groß-Schule ging der Workshop-Gewinn über Mundpropaganda herum. „Die Schüler haben es total positiv aufgenommen. Samy Deluxe – der Name ist ja schließlich Programm“, sagt Partner-Schulleiter Gunther Reiche. Show mit Gänsehaut-Feeling Ein großer Dank galt der PricewaterhouseCooper-Stiftung (PwC), die 30000 Euro für den Workshop in die Hand nimmt. „Integration ist ein wichtiges Thema! Warum sie nicht dort antreiben, wo man etwas bewegen kann?“, betont Thomas Hartmann von der PwC-Stiftung. Er freut sich bereits auf die Workshops im Februar, und schickt zur Unterstützung der Coaches ein paar Volunteers der Stiftung. Tanz-Pädagogin Annika Kortümm, die schon in anderen Städten bei Crossover@school dabei war, ist überzeugt: „Die Abschluss-Show bereitet allen ein Gänsehaut-Feeling!“ STEFANIE GOEBEL
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