Neuauflage bei Mondfinsternis PDF Drucken

Der Spaghettibrücken-Wettbewerb an der Ohm-Hochschule ist ein typisches Beispiel: Manche Programmpunkte in der Langen Nacht der Wissenschaften sind so gefragt, dass längst nicht alle Interessenten dabei sein können. Foto: Stefan HippelDer Termin für die nächste Lange Nacht der Wissenschaften steht bereits fest

Nach der Langen Nacht ist vor der Langen Nacht — unter diesem Motto haben bereits die Vorbereitungen für die nächste, dann 6. Auflage des Wissenschaftsspektakels begonnen. Und der Termin dafür steht auch schon fest: Samstag, 19. Oktober 2013. 

Eingefleischte Astronomie-Fans wissen es natürlich schon längst: An diesem Tag wird in unseren Breiten eine Mondfinsternis zu beobachten sein. Und weil eine solche Vollmond voraussetzt, ist zumindest eins gewährleistet: „Zumindest äußerlich wird es eine hell erleuchtete Nacht“, verspricht Pierre Leich, der Projektleiter der Veranstalterfirma Kulturidee GmbH.

Leuchten soll natürlich auch wieder das Programm — so wie am 22. Oktober dieses Jahres, als 400 Institutionen an über 130 Veranstaltungsorten 1000 Programmpunkte aus Wissenschaft, Forschung und Technik präsentierten. „Über 28000 Besucher waren in dieser Nacht auf den Beinen. Das ist eine über zehnprozentige Steigerung gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2009“, zieht Kulturidee-Geschäftsführer Ralf Gabriel eine positive Bilanz.

Unterstrichen wird sie von einer GfK-Umfrage. Demnach gaben fast 85 Prozent der (265 am Telefon) Befragten an, sie seien mit dem Besuch der Langen Nacht zufrieden oder gar sehr zufrieden gewesen. Für die meisten (90 Prozent) war der Abend ein Gemeinschaftserlebnis. Sie kamen zusammen mit dem Partner (57 Prozent) und/oder mit Freunden (47 Prozent) und/oder mit Arbeitskollegen (11 Prozent).

Diverse Defizite der Mammut-Veranstaltung sind aber nicht zu übersehen: Manche Programmpunkte waren überlaufen, mit langen Anstehzeiten verbunden oder ausgebucht — was für entsprechenden Frust bei den Besuchern sorgte. Doch Patentrezepte dagegen sind (vorerst) nicht in Sicht.

Ein weiteres Problemfeld: „Das akademische Publikum erreichen wir so gut wie flächendeckend“, schließt Gabriel aus der GfK-Umfrage, „da scheint mir keine Steigerung bei den Besucherzahlen mehr möglich“. Umso mehr Potenzial sieht er bei Facharbeitern und Technikern.

Außerdem soll 2013 das Kinderprogramm ausgebaut werden. „Wir verzeichnen ein gewaltiges Interesse und damit verbunden eine totale Überfüllung bei manchen Veranstaltungen. Das Dilemma können wir nur lösen, wenn wir weitaus mehr Angebote machen und den Andrang auf diese Weise entzerren“, meint Gabriel.

Außerdem wird daran gedacht, mit dem Kinderprogramm nachmittags noch früher als bisher (16 Uhr) zu beginnen. Am Namen „Lange Nacht“ jedoch, sagt Pierre Leich, wird das nichts ändern.

 LOTHAR HOJA
 

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