Bleistift-Minen und bunte Eier PDF Drucken

Foto: Bernd BöhnerViele Ideen beim regionalen Wettbewerb von „Jugend forscht“

144 junge Forscher aus Mittelfranken haben bei den Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in der Erlanger Heinrich-Lades-Halle ihre teils lustigen Ideen präsentiert. Sieben Projekte haben es geschafft: Sie dürfen sich nun bayernweit messen.

 

 

 

Foto: Bernd BöhnerZiehen Männer und Frauen ihren Pullover anders aus? Dieser Frage gingen Henry Winner, Marius Ruh und  Luis Dirmaier vom Nürnberger Dürer-Gymnasium nach -  und schafften es als Regionalsieger gleich in die nächste „Jugend forscht“-Runde! Die Idee brachte die TV-Serie Tatort: Der Kommissar entlarvte da eine vermeintliche Frau als Mann, weil sie ihren Pullover im Nacken packte und über den Kopf zog. Das machen aber meist Männer! Frauen überkreuzen ihre Arme und ziehen den Pulli von unten nach oben.

Das bestätigte auch die Mehrheit der 330 befragten Personen.  Dabei kam auch noch eine ganz andere Variante ans Tageslicht, die mehr Frauen als Männer bevorzugen: Pulli vorne am Ärmel ziehen und Arm nach oben rausziehen. Wie zieht ihr euch aus? Probiert’s doch gleich mal aus!

 

Foto: Bernd BöhnerWeitere Regionalsieger von „Jugend forscht“ sind Tanja Strunz(Gymnasium Eckental) mit einer schwebenden Kugel im Magnetfeld Bild links)

und  Alexander Lindner (Gymnasium Höchstadt) mit dem Eigenbau eines Stickstofflasers. 

 

 

 

 

 

Foto: Bernd BöhnerCristopher Bosse  und Christopher Klockenbusch vom Gymnasium Höchstadt schafften es bei „Schüler experimentieren“ in die nächste Runde. Sie testeten die Belastbarkeit von Bleistiften.
Das geht so: Bleistiftmine vorsichtig freilegen, auf zwei Glasstützen legen und verschiedene Gewichte anlegen, bis die Mine bricht. Weiche und harte Stifte hielten bis zu 700 Gramm aus. Die HB-Mine hielt am wenigsten aus.

 

 

 

Foto: Bernd BöhnerBei "Schüler experimenteiren" gewannen außerdem

Jonas Schober (Adam-Kraft-Gymnasium Schwabach) mit der Tischtenniszählung im ProfiLab (Bild links)

,Henry Winner und Marius Ruh (Dürer-Gymnasium Nürnberg) mit selbst gebauten Windrädern,

und Tobias Harand (Albert-Schweitzer-Gymnasium Erlangen) mit Lichtspektren verschiedener Lichtquellen.

 

 

Und hier stellen wir euch noch weitere Projekte vor, die wir interessant finden:   

Foto: Bernd BöhnerPudding ohne Gelatine herstellen? Das versuchten Juliane Sänger und die bekennende Vegetarierin Jana Belzer vom Gymnasium Höchstadt. Ziel war, den Pudding fest zu kriegen. Sie probierten es mit Butter, Gelierzucker, Schokolade, Kartoffelpüree-Pulver und Kartoffeln. Letztlich entpuppten sich Agar Agar (getrocknete Algen) und Johannisbrotkernmehl als die besten Zutaten, was Jana etwas enttäuschte, weil diese oft als Ersatz für Gelatine in Fertigprodukten verwendet werden.
 

 

 

„Was machen meine Katzen eigentlich den ganzen Tag lang?“. Das wollte Aaron Falk Würz vom Dürer-Gymnasium Nürnberg wissen. Er hängte Protokoll-Zettel in die Küche, auf denen er, seine Mutter und deren Freund – „einer von uns ist immer zu Hause“ — ein halbes Jahr lang eintrugen, was die drei Stubentiger gerade trieben. Mehr als drei Viertel der Zeit schlafen sie, ergab das Protokoll, „womit das Vorurteil mehr als bestätigt ist, dass Katzen die Hälfte ihres Lebens verpennen“, sagt Aaron. 

 

Foto: Bernd BöhnerMit einer spitzen Nadel entnimmt Dominik Schwarz Eiweiß aus einem kleinen Loch, das er in sein rohes Frühstücksei gepiekst hat. Der 13-jährige Schüler der Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule Heilsbronn hat sich nämlich die Idee in den Kopf gesetzt: „Bunte Eier von innen zu färben“.
Das Eiweiß färbt er anschließend mit roter Lebensmittelfarbe, dann kommt ein Teil der Masse zurück ins Ei. Kochen. Fertig. „Wichtig ist, zwei Löcher ins Ei zu machen, sonst platzt es beim Kochen“, erklärt der Schüler. Und tatsächlich, der sonst weiße Teil des Eis ist rot! 

 

 

Foto: Bernd BöhnerWer je versucht hat, das Windsurfen zu lernen, weiß: Spätestens, wenn’s aufs Wasser geht, kann die anfängliche Begeisterung schnell verfliegen. Der Anfänger fällt leicht mal ins kalte Wasser, rappelt sich mühsam wieder aufs Brett, und das Ganze wiederholt sich schier endlos. Zur Linderung dieses Problems haben sich Silvan Englisch und Sebastian Trummeter aus Simmelsdorf das „Surfbuggy“ ausgedacht. Es besteht aus einer Art Skateboard, auf dem eine übliches Surf-Segel befestigt ist.
„Hinten haben wir die Räder sehr nah zusammen angeschraubt, damit das Brett dort nur einen Drehpunkt hat“, erklärt Silvan, der im 1. Semester Physik in Erlangen studiert. „Vorne gibt es zwei drehbare Räder, damit sich das Gerät gut steuern lässt“, ergänzt Sebastian. Er bereitet sich gerade an der BOS in Nürnberg aufs Abitur vor. Das echte Windsurfen soll sich mit diesem Teil leicht lernen lassen - vor allem ohne Stürze ins Wasser. „Wer das Gleichgewicht verliert, steigt einfach ab“, meint Silvan.

STEFANIE GOEBEL und LOTHAR HOJA

 

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